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Die Preise geben nach

  markttipps

In Deutschland sind sowohl die Großhandelspreise für Blockbutter als auch für Vollmilch- und Magermilchpulver gefallen. Eine ähnliche Entwicklung zeigten die Rohstoffpreise - in Euro gerechnet - an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade. Die Notierung für Magermilchpulver fiel um ganze 7,6%. Das European Milk Board meldet für Januar eine Kostenunterdeckung von 6%.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte haben in Deutschland zuletzt auf breiter Front im Preis nachgegeben, und auch die Weltmarktpreise sind - in Euro gerechnet - gefallen.

An der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten lag die Notierung für Blockbutter am Mittwoch (16.4.) bei 7,25 bis 7,48 Euro/kg, ein Rückgang gegenüber der Vorwoche von 10 Cent am unteren und 7 Cent am oberen Ende der Spanne. Unterdessen blieben die Preise für kontraktgebundene Päckchenbutter in der Berichtswoche unverändert bei 7,40 bis 7,80 Euro/kg.

Bei der Auktion am Dienstag (15.4.) auf der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) fiel der Butterpreis im Mittel aller Lieferkontrakte auf umgerechnet 6.750 Euro/t; das sind 4,0% weniger als zwei Wochen zuvor. In US-Dollar gerechnet verteuerte sich Butter auf der Handelsplattform, allerdings wertete die amerikanische Leitwährung im gleichen Zeitraum gegenüber dem Euro um fast 5% ab. Das macht europäische Exporte gegenüber amerikanischen weniger wettbewerbsfähig.

Die Vollmilchpulvernotierung in Deutschland gab gegenüber der Vorwoche ebenfalls nach. Ab Werk wurden 4,35 bis 4,45 Euro/kg gezahlt, was einem Abschlag von 2 Cent am unteren und 1 Cent am oberen Ende der Spanne entspricht. Auch an der GDT fiel der Preis und lag bei der jüngsten Auktion bei 3.666 Euro/t, 2,4% unter dem Preisniveau vom 1. April.

Magermilchpulver in Nahrungsmittelqualität wurde zuletzt in Deutschland für 2,39 bis 2,46 Euro/kg gehandelt, was einen Preisrückgang von 4 Cent am oberen Ende der Spanne bedeutete. Für Ware in Futtermittelqualität wurde gegenüber der Vorwoche eine Verschiebung des Preiskorridors um 1 Cent nach unten gemeldet, sodass dieser von 2,29 bis 2,32 Euro/kg reichte. An der GDT fiel die Notierung für Magermilchpulver um ganze 7,6% auf 2.457 Euro/t.

Kostenunterdeckung im Januar

Das European Milk Board (EMB) teilte am Dienstag (15.4.) mit, dass die Produktionskosten im deutschen Milchsektor im Januar 2025 bei durchschnittlich 55,78 Cent/kg lagen. Demgegenüber soll sich der durchschnittliche Auszahlungspreis laut Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) auf einem Niveau von 52,55 Cent/kg bewegt haben. Daraus ergibt sich laut BAL eine Kostenunterdeckung von 3,23 Cent/kg Milch beziehungsweise 5,7%. AgE

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